Beiträge mit Tag ‘Bürgerbeteiligung’

Bürgerbeteiligung muss einsetzen, wenn Bürger noch die Chance zur Mitbestimmung haben

Geschrieben von Prof. Dr. Kristina Sinemus in Allgemein

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„Das PR-Interview“, N. 96 erschien im PR-Journal

PR-Journal: Welche Möglichkeiten sehen Sie, um bei Großprojekten wie Stuttgart 21, Großflughafen BER, Netzausbau oder Energiewende die Bürger stärker einzubeziehen und mitzunehmen?

Kristina Sinemus: Bürgerbeteiligung muss einsetzen, wenn Bürger noch die Chance zur Mitbestimmung haben. Bürgerbeteiligung darf nicht als Pro Forma-Beteiligung zur nachträglichen Schaffung von Akzeptanz für vorher unter Ausschluss der Öffentlichkeit gefasste Beschlüsse degradiert werden.

Mehr Mut-Bürger

Geschrieben von Klaus-Peter Hesse in Allgemein

iStock_000010551736LargeAuf Bund, Städte und Kommunen kommen in Zukunft strategisch wichtige Herausforderungen zu. Neben der demografischen Entwicklung gehören dazu die Energiewende und die daraus resultierenden Finanzierungsprobleme der dringend benötigten Infrastruktur. Hier gilt es, auch zukünftig wettbewerbsfähig zu sein und den damit einhergehend Wohlstand und die Lebensqualität für die Menschen zu erhalten.

Umweltplanung und Wutbürger

Geschrieben von Dr. Rainer Hammer in Allgemein

iStock_000017742651MediumUmwelt planen, Lebensumfeld gestalten

Das Arbeitsfeld der Umweltplanung stößt in der Öffentlichkeit nahezu immer auf positive Resonanz. Im Wesentlichen geht es in der Umweltplanung darum, kreative Aspekte mit ökonomischen und ökologischen Aspekten in Einklang zu bringen. Dies kann viele verschiedene Bereiche betreffen, die von der Gestaltung öffentlicher und privater Freiräume über städtebauliche Planungen bis hin zur Entwicklung umweltgerechter Raumkonzepte reichen. Umweltplaner leisten auch einen Beitrag zur Konfliktvermeidung und Konfliktlösung bei geplanten Eingriffen durch Straßen, Entsorgungseinrichtungen, Großanlagen o. Ä. und konzipieren sogenannte Ausgleichsmaßnahmen für die verbleibenden Beeinträchtigungen. Diese Gestaltungsplanung des Lebensumfeldes von Menschen hat daher oft unmittelbare Auswirkungen auf die Lebensqualität der BewohnerInnen und erfährt daher eine hohe Wertschätzung.

Geo-Dialog: Bürgerbeteiligung am Beispiel Geothermie

Geschrieben von Elke Spaeth in Allgemein

DiscussionGeothermie ist eine weltweit eingeführte Technologie, bei der die Wärme aus der Erde zur Energieerzeugung genutzt wird. Für den Oberrheingraben ist der Einsatz tiefer geothermischer Energie jedoch neu. Die Region gilt aufgrund der geologischen Voraussetzungen für die Förderung von Erdwärme als besonders günstig. Insgesamt gibt es an elf Standorten der Vorder- und Südpfalz Erschließungsfelder für mögliche Geothermiekraftwerke. Im Jahr 2003 wurde Landau in der Pfalz als erster Standort für die Errichtung eines hydrothermalen Geothermiekraftwerks ausgewählt. Zwei Jahre später begann man mit der ersten Bohrung – am 05. November 2005 sprudelte heißes Wasser aus 3.300 Metern Tiefe, das die für den Kraftwerksbetrieb erforderliche Temperatur aufwies. Im Sommer 2006 wurde das Kraftwerk bei einem renommierten Kraftwerksbauer bestellt, im Frühsommer 2007 geliefert und errichtet.

Wir da unten, die da oben

Geschrieben von Ole von Beust in Allgemein

Wir da unten, die da obenBürger- oder Volksbegehren sind überwiegend gegen ein Vorhaben gerichtet. Wenn sie „für etwas“ zu sein scheinen, wie z. B. „für Grünflächen im Zentrum von Hamburg Eidelstedt“, dann sind sie Reflex auf eine geplante Bebauung, richten sich also wieder gegen etwas Geplantes. Warum eigentlich? Es gäbe doch so viele Dinge, für die man sich als Bürger ereifern könnte, ob auf kommunaler-, Landes- oder Bundesebene. Ein erster Erklärungsansatz liefert die (vielleicht) unterbewusste Angst eines jeden Menschen vor Veränderungen. Diese hat verschiedene Ursachen.

Über den Aufbau von Vertrauen und das Durchbrechen von Misstrauen

Geschrieben von Thorsten Hofmann in Allgemein

Über den Aufbau von Vertrauen und das Durchbrechen von MisstrauenDie Proteste gegen Stuttgart 21, Fluglärm nach der Erweiterung des Frankfurter Flughafens oder Geothermieprojekte zeigen eines ganz deutlich: Bürger sind für große Bauprojekte in hohem Maße sensibilisiert. Der Ruf nach mehr Partizipation, nach mehr Teilhabe wird immer lauter. Denn große Bauvorhaben wirken auf viele Menschen mittlerweile wie eine Blackbox, bei der sie nicht wissen, was sie und ihr Lebensumfeld erwartet. Die öffentliche Wahrnehmung von Großprojekten wird zunehmend von Ängsten, nicht von Chancen und Hoffnungen dominiert. Entgegenwirken kann man dieser Tendenz nur, wenn frühzeitig und systematisch Vertrauen aufgebaut und das Gesamtprojekt für alle Beteiligten – nicht nur für die Bauplaner – kalkulierbar wird. Die Herausforderung der Informationsvermittlung und der Bürgerbeteiligung ist es, einerseits auf die Ängste und Bedürfnisse der betroffenen Personen einzugehen sowie andererseits die Diskussion auf einer Sachebene zu führen, ohne die Emotionen der Bürger zu vernachlässigen und somit das emotionale Gegeneinander in ein produktives Miteinander zu verwandeln.

Weshalb Bürger beteiligen?

Geschrieben von Thorsten Hofmann in Allgemein

Weshalb Bürger beteiligen?So einfach die theoretische Gleichung klingt, so anspruchsvoll ist ihre praktische Umsetzung. „Mehr Bürgerbeteiligung“ ist eine abstrakte Forderung, die fast der viel zitierten Forderung nach „mehr Demokratie“ nahe kommt. Bürgerbeteiligung bei großen Bauprojekten zu gewährleisten, ist ein hehrer Anspruch. Schließlich spielt eine Vielzahl von Akteuren eine Rolle, die ein berechtigtes Interesse an einem – subjektiv empfundenen – Grad der Planungssicherheit haben. Wie sollen diese beiden Ansprüche miteinander vereint werden?

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