Beiträge mit Tag ‘Großprojekte’

Mehr Mut. Mehr Vertrauen. Mehr Beteiligung. Infrastrukturprojekte erfolgreich umsetzen.

Geschrieben von Maren Schoening in Allgemein

Teamwork of businesspeopleDieser Beitrag erschien parallel in der September-Ausgabe vom Kommunikationsmanager

Stromtrassen, Windparks, Straßenbau, Geothermie, große Bauprojekte: Proteste gegen derartige Projekte kommen immer häufiger vor. Bürger fordern ihre Mitwirkungs- und Mitbestimmungsmöglichkeiten ein. Das stellt Vorhabenträger, Verwaltung und Politik vor neue Herausforderungen. Höchste Zeit also, den Instrumentenkasten für eine frühzeitige Beteiligung zu implementieren. Über die Verfahren, Instrumente und Praxisbeispiele der Bürgerbeteiligung – ein Beitrag von Prof. Dr. Thorsten Hofmann, Managing Director, ADVICE PARTNERS GmbH und Maren Schoening, Managing Partner, ADVICE PARTNERS GmbH.

Vom Zuschauer zum Gegner – die juristische Toolbox der Projektgegner

Geschrieben von Prof. Dr. Ralf Leinemann in Allgemein

schild in die luftBedeutende Großprojekte geraten zunehmend unter den Druck weiter Kreise der Öffentlichkeit. Wo früher einzelne politische Lager gegen bestimmte Vorhaben protestierten, geht der Protest heute von einem breiten Querschnitt der Bevölkerung aus. Selbst ordnungsgemäß durchgeführte Genehmigungsverfahren verhindern Proteste gegen Großvorhaben mittlerweile nicht mehr. Zudem gibt es typische Versäumnisse, die den Gegnern eines Projekts Angriffspunkte liefern. Aus juristischer Sicht stellen dabei die betreffenden Genehmigungen das primäre Angriffsziel dar, um mittels Partizipation Projekte zu blockieren.

Bürgerbeteiligung muss einsetzen, wenn Bürger noch die Chance zur Mitbestimmung haben

Geschrieben von Prof. Dr. Kristina Sinemus in Allgemein

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„Das PR-Interview“, N. 96 erschien im PR-Journal

PR-Journal: Welche Möglichkeiten sehen Sie, um bei Großprojekten wie Stuttgart 21, Großflughafen BER, Netzausbau oder Energiewende die Bürger stärker einzubeziehen und mitzunehmen?

Kristina Sinemus: Bürgerbeteiligung muss einsetzen, wenn Bürger noch die Chance zur Mitbestimmung haben. Bürgerbeteiligung darf nicht als Pro Forma-Beteiligung zur nachträglichen Schaffung von Akzeptanz für vorher unter Ausschluss der Öffentlichkeit gefasste Beschlüsse degradiert werden.

Geo-Dialog: Bürgerbeteiligung am Beispiel Geothermie

Geschrieben von Elke Spaeth in Allgemein

DiscussionGeothermie ist eine weltweit eingeführte Technologie, bei der die Wärme aus der Erde zur Energieerzeugung genutzt wird. Für den Oberrheingraben ist der Einsatz tiefer geothermischer Energie jedoch neu. Die Region gilt aufgrund der geologischen Voraussetzungen für die Förderung von Erdwärme als besonders günstig. Insgesamt gibt es an elf Standorten der Vorder- und Südpfalz Erschließungsfelder für mögliche Geothermiekraftwerke. Im Jahr 2003 wurde Landau in der Pfalz als erster Standort für die Errichtung eines hydrothermalen Geothermiekraftwerks ausgewählt. Zwei Jahre später begann man mit der ersten Bohrung – am 05. November 2005 sprudelte heißes Wasser aus 3.300 Metern Tiefe, das die für den Kraftwerksbetrieb erforderliche Temperatur aufwies. Im Sommer 2006 wurde das Kraftwerk bei einem renommierten Kraftwerksbauer bestellt, im Frühsommer 2007 geliefert und errichtet.

Wir da unten, die da oben

Geschrieben von Ole von Beust in Allgemein

Wir da unten, die da obenBürger- oder Volksbegehren sind überwiegend gegen ein Vorhaben gerichtet. Wenn sie „für etwas“ zu sein scheinen, wie z. B. „für Grünflächen im Zentrum von Hamburg Eidelstedt“, dann sind sie Reflex auf eine geplante Bebauung, richten sich also wieder gegen etwas Geplantes. Warum eigentlich? Es gäbe doch so viele Dinge, für die man sich als Bürger ereifern könnte, ob auf kommunaler-, Landes- oder Bundesebene. Ein erster Erklärungsansatz liefert die (vielleicht) unterbewusste Angst eines jeden Menschen vor Veränderungen. Diese hat verschiedene Ursachen.

Über den Aufbau von Vertrauen und das Durchbrechen von Misstrauen

Geschrieben von Dr. Thorsten Hofmann in Allgemein

Über den Aufbau von Vertrauen und das Durchbrechen von MisstrauenDie Proteste gegen Stuttgart 21, Fluglärm nach der Erweiterung des Frankfurter Flughafens oder Geothermieprojekte zeigen eines ganz deutlich: Bürger sind für große Bauprojekte in hohem Maße sensibilisiert. Der Ruf nach mehr Partizipation, nach mehr Teilhabe wird immer lauter. Denn große Bauvorhaben wirken auf viele Menschen mittlerweile wie eine Blackbox, bei der sie nicht wissen, was sie und ihr Lebensumfeld erwartet. Die öffentliche Wahrnehmung von Großprojekten wird zunehmend von Ängsten, nicht von Chancen und Hoffnungen dominiert. Entgegenwirken kann man dieser Tendenz nur, wenn frühzeitig und systematisch Vertrauen aufgebaut und das Gesamtprojekt für alle Beteiligten – nicht nur für die Bauplaner – kalkulierbar wird. Die Herausforderung der Informationsvermittlung und der Bürgerbeteiligung ist es, einerseits auf die Ängste und Bedürfnisse der betroffenen Personen einzugehen sowie andererseits die Diskussion auf einer Sachebene zu führen, ohne die Emotionen der Bürger zu vernachlässigen und somit das emotionale Gegeneinander in ein produktives Miteinander zu verwandeln.

Weshalb Bürger beteiligen?

Geschrieben von Dr. Thorsten Hofmann in Allgemein

Weshalb Bürger beteiligen?So einfach die theoretische Gleichung klingt, so anspruchsvoll ist ihre praktische Umsetzung. „Mehr Bürgerbeteiligung“ ist eine abstrakte Forderung, die fast der viel zitierten Forderung nach „mehr Demokratie“ nahe kommt. Bürgerbeteiligung bei großen Bauprojekten zu gewährleisten, ist ein hehrer Anspruch. Schließlich spielt eine Vielzahl von Akteuren eine Rolle, die ein berechtigtes Interesse an einem – subjektiv empfundenen – Grad der Planungssicherheit haben. Wie sollen diese beiden Ansprüche miteinander vereint werden?

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